Carl Maria von Weber (1786–1826) Concertino für Posaune und Kammerorchester (Bearbeitung von Matthias Bucher)
Der Komponist, Dirigent und Pianist Carl Maria von Weber (1786–1826) wurde in eine Schauspieler- und Musikerfamilie geboren und galt manchen Zeitgenossen schon bald als «kleine[r] Mozardt [sic]». Neben seiner malerischen und darstellerischen Begabung, die der junge Carl Maria auf verschiedenen Bühnen im süddeutschen Sprachraum präsentieren konnte, förderten die Eltern auch früh die musikalischen Fähigkeiten ihres Sohnes. In Salzburg wurde Michael Haydn, Bruder des berühmten Joseph Haydns, als Carl Marias Musiklehrer engagiert.
Auf erste Skizzen von klaviermusikalischen Kompositionen und eine erste Veröffentlichung von sechs Fugetten folgte – der Komponist war damals erst vierzehnjährig – Webers erstes Werk in jener Gattung, die ihm schon zu Lebzeiten am meisten Ruhm einbringen sollte: der Oper. Neben Bühnenwerken wie ‘der Freischütz’ oder ‘Euryanthe’, schuf Weber im Laufe seiner Karriere auch bedeutende Instrumentalmusik, so etwa Klaviersonaten, Konzertouvertüren und Sinfonien. Zudem sind in Webers eigenem Verzeichnis seiner Kompositionen mehrere Concertini aus den Jahren 1806 bis 1815 gelistet, je eines für Horn (mit späterer Revision), Bratsche (schliesslich für Fagott gesetzt), Klarinette und Harmonichord.
Neue Facetten in Webers Tonkunst
Als Dirigent und Interpret legte Weber laut eigener Aussage stets Wert darauf, die Musik «möglichst im Sinne des Komponisten wieder zu geben». Matthias Buchers (*1988) Concertino für Posaune und Kammerorchester vereint – auch hier ‘möglichst im Sinne des Komponisten’ – Ausschnitte aus drei Werken Webers. Auf Auszüge aus der Sonate Nr. 2 folgen in Buchers Bearbeitung Klänge der Romanze und Teile des sogenannten Rondo und Adagio für Bläser. Die Verbindung dieser drei Kompositionen zu einem Concertino fasst die lyrische Bandbreite von Webers Tonkunst in einem Werk zusammen und bringt sie mit dem orchestralen Klangkörper und der Soloposaune in neuen Facetten zum Erklingen.
Der Komponist, der in seinen Reisejahren 1810–1813 auch durch die Schweiz zog, wurde zum Ehrenmitglied der Schweizerischen Musikgesellschaft ernannt. Weber quittierte diese Auszeichnung mit der Komposition einer Hymne als musikalischer Dank. Sein Ansehen baute Weber stets aus und zählte zu den «vorzüglichsten Künstler[n] Deutschlands» – ein Ruf, der sich in Konzertsälen heutzutage auch fernab seines berühmten «Freischütz» immer mehr bekräftigt.

Die anderen Werke des Abo-Konzerts 2 2024/2025 entdecken
Joseph Haydn (1732–1809): Sinfonie Nr. 45 fis-Moll Hob. I:45 «Abschiedssinfonie»